Als wir unsere Reise nach Maui 2016 planten, wollten wir auch etwas ganz Neues sehen und buchten einen Flug von Maui nach Molokai und zurück. Sechs Tage lang wollten wir uns die Insel anschauen, um dort zu wandern und ein bisschen am Strand zu faulenzen. Außerdem wollten wir die weltberühmte Steilküste im Nordosten der Insel besichtigen.

Bei starkem Wind war der kurze Flug ein kleines Abenteuer, und dann ging es mit dem Mietwagen zu unserer Unterkunft. Das Hotel war klein, hübsch und die Menschen auf Molokai sehr freundlich, die Lage in der Mitte der Insel war praktisch. Außerdem hatte es einen kleinen “Strand”, der allerdings bei Flut kaum vorhanden war und keine guten Badebedingungen bot. Das Wasser war sehr flach und der Untergrund schlammig. Es reichte, um sich gelegentlich die Füße nass zu machen.

  • Meer vor dem HotelMeer vor dem Hotel
  • "Strand" am Hotel
  • Kleine Hütten vom HotelKleine Hütten vom Hotel
  • Unsere UnterkunftUnsere Unterkunft

Ein Ausflug in den Westen der Insel brachte uns an einen traumhaften Strand, den Papohaku Beach. Hier konnte man wunderbar spazierengehen, und es war nicht viel los. Uns fiel besonders auf, dass große Hotelanlagen hier weitestgehend leer standen – offenbar war hier früher mal ein größerer Touristenhotspot, und jetzt war alles eher vereinsamt und verlassen. Dann ging es für uns noch zu einer Macadamia Nuss Farm, ein sehr interessantes Erlebnis mit einem charmanten Führer, der uns zeigte, wie man die extrem harten Nüsse gut knacken kann.

  • Papohaku BeachPapohaku Beach
  • Papohaku BeachPapohaku Beach
  • Macadamia Nüsse knackenMacadamia Nüsse knacken
  • Macadamia FarmMacadamia Farm

Bei Recherchen zum Thema Wandern stießen wir immer nur auf geführte Touren, die nicht nur sehr kostspielig, sondern auch nicht nach unserem Geschmack waren. Andere Wandermöglichkeiten erschienen uns zu abenteuerlich oder waren mit einem normalen Mietauto nicht zu erreichen. Zur bekannten ehemaligen Leprakolonie Kalaupapa bekam man als Individualwanderer leider keinen Zugang, weshalb wir uns hier auf die Aussicht von oben beschränken mussten. Die imposante steile Felsküste, die sich dem Tal anschließt, konnten wir von hier aus zumindest grob erahnen. Leider fanden wir keine sinnvolle Möglichkeit, wie wir die Steilküste hätten besichtigen können. Wir hatten zuvor gedacht, man könnte vielleicht hinwandern oder aber eine kleine Bootstour unternehmen, aber leider war nichts davon möglich.

Abends erfreuten wir uns an den farbenprächtigsten Sonnenuntergängen direkt vom Hotelstrand aus.

  • Steile Klippen am Kalaupapa TalSteile Klippen am Kalaupapa Tal
  • Weg zum AussichtspunktWeg zum Aussichtspunkt
  • SonnenuntergangSonnenuntergang
  • KalaupapaKalaupapa

Eine weitere interessant klingende Wanderung an der Ostküste Molokais im Halawa Valley war ebenfalls nur mit Führung möglich, da sich der Weg in Privatbesitz befindet. Deshalb verzichteten wir schweren Herzens auch darauf, unternahmen aber trotzdem die Autofahrt in das Valley, das gleichzeitig den Endpunkt der Straße markiert. Die Fahrt war abenteuerlich. Kleine Bäche liefen über die Straße und der letzte Abschnitt der Straße im äußersten Osten war außerdem sehr schmal, kurvig und nichts für schwache Nerven, wenn die Brandung Wasser auf die Straße beförderte.

  • Im Halawa ValleyIm Halawa Valley
  • Abenteuerliche Straße im Osten MolokaisAbenteuerliche Straße im Osten Molokais
  • Halawa ValleyHalawa Valley
  • Aussicht auf die Halawa BayAussicht auf die Halawa Bay

Fazit: Wer viel Zeit hat und gerne geführte Wandertouren oder Eseltouren unternimmt, der kann sicher ein paar wundervolle, aber nicht besonders preiswerte Tage auf Molokai verbringen. Für uns hat es sich alles in allem nicht gelohnt, weil Molokai unsere Wanderpräferenzen nicht erfüllte und es außerdem wenige schöne Strände gab, an denen wir unsere Tage mit Baden im Meer hätten verbringen können. Die Sonnenuntergänge allerdings waren jeden Abend wieder absolut traumhaft schön!

Wir können uns vorstellen, dass sich ein Helikopterausflug von Maui zu den steilen Felsklippen im Nordosten der Insel lohnen könnte.

  • Sonnenuntergang vor dem HotelSonnenuntergang vor dem Hotel
  • Farbenfroher AbendhimmelFarbenfroher Abendhimmel