Ngawha Springs

Am nächsten Morgen fahren wir los mit Ziel Kaitaia, ungefähr 120 km.

Unterwegs machen wir einen kleinen Umweg zu den Ngawha Springs, einer natürlichen heißen Quelle. Der Eintritt ist mit 5 NZD pro Person sehr gering, und endlich bekommen wir hier in Neuseeland die Gelegenheit zu baden. Das Wasser ist hier nämlich im Gegensatz zum kalten Pazifikwasser am Strand schön warm. Viele kleine in Holz eingefasste Becken ermöglichen das Baden in verschiedenen Temperaturen. Die heißeren Quellen sind so heiß, dass sie teilweise gesperrt sind, um keine gesundheitlichen Schäden davon zu tragen. Wir probieren mehrere Becken aus. Alle stinken mehr oder weniger stark nach Schwefel, und die Mineralmischung sowie Farbe des trüben Wassers ist jeweils unterschiedlich. Anschließend können wir uns auf dem Gelände der Ngawha Springs mit einem Schlauch, aus dem kaltes Wasser kommt, gründlich abspülen. Dann ziehen wir uns in den Umkleiden um und fahren weiter. Handtücher und Badesachen werden den intensiven Geruch noch für die nächsten Tage behalten.

  • Ngawha SpringsNgawha Springs
  • Becken mit schwarzem heißem WasserBecken mit schwarzem heißem Wasser
  • Stege führen zu verschiedenen BeckenStege führen zu verschiedenen Becken

Rainbow Falls

Ein weiterer Halt steht nach einer halben Stunde Autofahrt für uns an: Die Rainbow Falls bei Kerikeri wollen wir uns nicht entgehen lassen. Vom Parkplatz aus ist der Wasserfall zu Fuß schnell erreicht. Wir haben zuerst Aussicht von oben. Dann gehen wir aber auch noch auf die untere Ebene hinab, wo man den Wasserfall am schönsten sehen kann. Ein Stegweg führt weiter – man könnte hier, wenn man mehr Zeit hat, auch eine längere Wanderung unternehmen. Wir gehen den Steg nur ein paar Hundert Meter, um uns ein Bild davon zu machen, kehren dann aber wieder um und haben auf dem Rückweg einen tollen Ausblick auf die Rainbow Falls zwischen den Palmen.

  • Rainbow FallsRainbow Falls
  • Becken unterhalb der Rainbow FallsBecken unterhalb der Rainbow Falls
  • Stegweg im WaldStegweg im Wald
  • Der Wasserfall vom Weg ausDer Wasserfall vom Weg aus

Nach einer weiteren guten Stunde Autofahrt erreichen wir unsere Unterkunft in Kaitaia, wo wir wiederum zwei Nächte verbringen.

Cape Reinga

Am nächsten Tag machen wir uns auf den Weg an die äußerste Nordspitze Neuseelands. Wir fahren in rund eineinhalb Stunden direkt an den nördlichsten Festlandpunkt, das Cape Reinga. Vom Parkplatz aus spazieren wir zum Leuchtturm – es ist sehr windig und kühl, auch wenn die Sonne vom leuchtend blauen Himmel strahlt. Es gibt hier einige toll aussehende Wanderwege, die zu den unterhalb des Cape Reinga gelegenen Buchten führen, allerdings haben wir dafür keine Zeit eingeplant. Wir haben heute noch einiges vor.

  • Tolle Farben im MeerTolle Farben im Meer
  • Aussicht nach WestenAussicht nach Westen
  • Starke Brandung am KapStarke Brandung am Kap
  • Leuchtturm am Cape ReingaLeuchtturm am Cape Reinga

Auf dem Rückweg Richtung Kaitaia biegen wir links auf eine unasphaltierte Straße – wo wir schon einmal hier sind, wollen wir einen der Strände besichtigen, nämlich den in der Spirits Bay. Hier machen wir unsere Mittagspause, gehen ein wenig am Strand spazieren und genießen die Aussicht bei einem kleinen Picknick, bevor wir uns wieder auf den Weg machen.

Giant Sand Dunes

Unser nächster Halt sind die Giant Sand Dunes, die Riesen-Sanddünen, für die wir rechts von der Hauptstraße abbiegen müssen. Auch hier fahren wir wieder auf einem Sandweg, bis wir nach ein paar Kilometern zu einem Parkplatz kommen. Wir finden noch einen freien Platz, aber hier ist sehr viel los. Tatsächlich kann man den Weg sogar noch weiterfahren, fährt dann aber teils durch und teils neben dem Fluss. Dies ist für normale Autofahrer ohne Allradfahrzeug nicht zu empfehlen. Touranbieter fahren mit geländegängigen Fahrzeugen hier weiter zum Strand, auf dem man kilometerweit z. B. gen Süden fahren kann.

Wir spazieren zu den Giant Sand Dunes, müssen dabei durch einen Bach waten und klettern dann auf die höchste Düne hinauf. Besonders das erste Stück ist so steil, dass wir bei jedem Schritt immer genau so tief in den Sand einsinken, wie wir geschafft haben hochzuklettern. Wir ziehen unsere Schuhe aus und benutzen diese, um uns damit hochzuziehen. Der Aufstieg ist beschwerlich.

  • Riesen SanddünenRiesen Sanddünen
  • Offroad-Straße durch den FlussOffroad-Straße durch den Fluss
  • Steil geht es hinaufSteil geht es hinauf
  • Blick nach oben an der DüneBlick nach oben an der Düne

Auf halber Höhe bietet sich bereits ein toller Ausblick. Aber wir wollen noch ein Stück weitergehen. Auch wenn man auf einem Grat geht, ist hier von Höhenangst keine Spur. Man fühlt sich sicher. Der Wind ist die ganze Zeit sehr stark, ganz oben bläst er uns heftig um die Ohren. Wir sehen den weitläufigen Strand hinter den Dünen und ganz hinten den Horizont am blauen Himmel. Dann gehen wir wieder zurück – bergab geht es sehr schnell und ist weniger anstrengend.

  • Der Blick nach untenDer Blick nach unten
  • Auf dem Grat bis ganz nach obenAuf dem Grat bis ganz nach oben
  • Oben angekommenOben angekommen
  • Ausblick bis zum MeerAusblick bis zum Meer

Gumdiggers Park

Wieder zurück auf der Straße entscheiden wir uns, noch den Gumdiggers Park kurz vor Kaitaia zu besuchen. Wir kommen etwa eine Stunde vor Schließung an und gehen durch den kleinen Park, in dem wir etwas über die alten Kauribäume erfahren, die hier im Sumpf begraben lagen und liegen. Das Harz dieser Bäume war sehr wertvoll und wurde deshalb abgebaut.

  • Gegrabenes Erdloch im Gumdiggers ParkGegrabenes Erdloch im Gumdiggers Park
  • Stück eines Kauribaumes im ErdbodenStück eines Kauribaumes im Erdboden
  • Freigelegter Stamm eines KauribaumesFreigelegter Stamm eines Kauribaumes

Kauri-Treppe

Weil wir leider zu spät sind, können wir uns die berühmte aus einem Kauribaum geschnitzte Treppe in einem Souveniershop mit Galerie leider nicht mehr anschauen und nehmen uns dies für den nächsten Morgen vor.

Eine gute Entscheidung: Der Laden bietet diverse sehr hochpreisige aus dem seltenen Kauriholz geschnitzte Mitbringsel von der Obstschale bis zum Tisch an. Die tollen Stücke sind zum besichtigen wunderschön. Um in die zweite Etage zu gelangen, gehen wir durch die Kauri Treppe – ein sehr beeindruckendes Erlebnis, schwer vorstellbar, dass die polierte Wendeltreppe aus einem Stamm geschnitzt wurde.

  • Treppe im KauristammTreppe im Kauristamm
  • Riesiger ausgehöhlter BaumstammRiesiger ausgehöhlter Baumstamm