Strecke 21 km
Höhenmeter 870 m bergauf, 410 m bergab
Dauer 7 Stunden
Schwierigkeit schwer
Mitbringen Snacks und Getränke, Wanderstöcke
Datum 7. August 2020, 09:00 Uhr

Für uns startet die dritte Etappe des Albsteigs in Sankt Blasien mit dem Besuch des Doms. Vor dem Dom ist ein großer Platz mit Brunnen, was mit dem Dom zusammen ein italienisches Flair verbreitet. Zwischen hohen Säulen betritt man den Dom, der von innen außergewöhnlich hell ist. Boden und Wände sind weiß, und viele Fenster in der Kuppel ermöglichen der Sonne, ins Innere zu scheinen. Nach der kurzen Besichtigung steigen wir aus der Stadt wieder hinauf zum Albsteig.

  • Dom KuppelDom Kuppel
  • Dom in Sankt BlasienDom in Sankt Blasien
  • Im Inneren des DomsIm Inneren des Doms
  • Wieder auf dem AlbsteigWieder auf dem Albsteig

An der Alb geht es auf breiten Wegen kilometerlang weiter. Der Weg steigt meist nur ganz leicht an, und es geht wenig bergab. Bei Glashofsäge trennt sich der Albsteig in zwei mögliche Wege auf, die Westroute und die Ostroute. Wir wollen die Westroute über Bernau gehen, müssen allerdings zunächst den Albsteig verlassen, weil die Westroute ab hier wegen Renovierungsarbeiten ein Stück lang gesperrt ist. Wir folgen der ausgeschilderten Umleitung, die ebenfalls auf breiten Wegen im lichten oder dichteren Wald entlang geht. Vielleicht wäre es hier schöner gewesen, wenn wir zunächst der Ostroute entlang des Flusses weiter gefolgt wären, ehe wir in Weierle auf unsere Originalroute stoßen.

  • Bunter Hang im WaldBunter Hang im Wald
  • Die AlbDie Alb
  • Entlang der AlbEntlang der Alb
  • Umleitung der WestrouteUmleitung der Westroute

Eine kleine Treppe ermöglicht uns den Zugang zum Wasser, um uns ein wenig in der Bernauer Alb abzukühlen. Der Weg führt entlang des Flusses, überquert ihn auch, oft allerdings in der Sonne. Über die wenigen schattigen Wegabschnitte freuen wir uns besonders. Bei Innerlehen schmücken geschnitzte Holzstatuen den Wegesrand.

  • Geschnitzte Holzfiguren am AlbsteigGeschnitzte Holzfiguren am Albsteig
  • Auf dem AlbsteigAuf dem Albsteig
  • Stelle zum BadenStelle zum Baden
  • Üppig bewachsener HangÜppig bewachsener Hang

Wir erreichen den Ort Bernau, den wir durchqueren, um unseren Weg Richtung Scheibenfelsen fortzusetzen. Bis hierhin war diese Etappe nicht sehr abwechslungsreich und auch nicht sehr anspruchsvoll, was sich jetzt bei einem steilen Anstieg am Hang zum Scheibenfelsen ändert. Zwischen Heidekraut folgen wir dem Weg in Serpentinen bergauf. Eine Bank mit Aussicht auf Bernau ist unser Picknickplatz heute Mittag – wir haben Glück, dass hier einige Schatten spendende Bäume stehen und ein leichter Wind weht. Uns fällt auf, dass auf diesem Abschnitt des Weges viele Wanderer unterwegs sind, ganz im Gegenteil zu den beiden vorherigen Etappen, auf denen wir größtenteils alleine auf dem Albsteig waren.

  • ScheibenfelsenScheibenfelsen
  • HeidekrautHeidekraut
  • Weg den Hang hinaufWeg den Hang hinauf
  • Bank mit Aussicht auf BernauBank mit Aussicht auf Bernau

Es geht noch ein Stück weiter bergauf. Eine schwierige Passage auf Felsen ist mit einem Seil zum Festhalten gesichert, und dann erreichen wir den Gipfel des Scheibenfelsens. Von hier aus geht es zunächst über eine Kuhweide, wo wir per Schild gewarnt werden, zügig voranzuschreiten, da Mütterkühe aggressiv reagieren können. Heute sind keine Kühe da, und wir wundern uns ein wenig, da der Weg rechts und links mit Elektrozäunen von den Weiden abgetrennt ist. Wir erreichen einen schattigen Wald.

  • Auf dem ScheibenfelsenAuf dem Scheibenfelsen
  • Weg auf FelsenWeg auf Felsen
  • Wegabschnitt im WaldWegabschnitt im Wald
  • Weg über WeidenWeg über Weiden

Ein kurzes Stück geht es noch über eine Wiese, ehe wir im schattigen Wald einen sehr steilen Anstieg bewältigen müssen. Hier führen teils schmale Serpentinen am Hang entlang. Als wir wieder eine offene Wiese oben auf dem Berg erreichen, sehen wir ein Highlight unserer heutigen Etappe im Hintergrund: Das Gipfelkreuz des Herzogenhorn, das wir später erklimmen werden. Bei einer Sonnenliege aus Holz kann man bis zu den Alpen schauen.

  • Der Blick Richtung AlpenDer Blick Richtung Alpen
  • Blick zurück über die BergeBlick zurück über die Berge
  • Herzogenhorn in AussichtHerzogenhorn in Aussicht
  • Steiler Anstieg im WaldSteiler Anstieg im Wald

Um die Krunkelbachhütte sind herrliche Blumen gepflanzt, und die Bienen surren lautstark in der violetten Blütenpracht. Einem kurzen steilen Anstieg folgt eine bequeme Strecke auf breitem Waldweg. Dann geht es auf eine Wiese - dieses Mal grasen in der Ferne tatsächlich Kühe - und wir nehmen auf der Wiese unseren letzten sehr, sehr steilen Anstieg zum Herzogenhorn in Angriff. Hier kommen wir wegen der starken Steigung nur sehr langsam voran, ehe wir das Gipfelkreuz sichten. Wir werden mit einer 360°-Aussicht belohnt. Der Feldberg wirkt ganz nah, und wir können sogar das Caritas-Haus sehen, bei dem unser Auto geparkt ist.

  • Gipfelkreuz mit Aussicht auf den FeldbergGipfelkreuz mit Aussicht auf den Feldberg
  • Gipfelkreuz im SichtweiteGipfelkreuz im Sichtweite
  • Bepflanzung an der HütteBepflanzung an der Hütte
  • Kurzer idyllischer WegKurzer idyllischer Weg

Nun beginnt der Abstieg, und wir haben noch einmal einen herrlichen Ausblick auf den südlichen Schwarzwald bis hin zu den Alpen. Es geht jetzt fast ausschließlich bergab auf breiten Wegen. Immer wieder sehen wir den Feldberg, der nicht mehr weit entfernt ist. Wir erreichen das Albsteigportal in Feldberg Hebelhof und sind stolz, die mehr als 70 km in drei Tagen geschafft zu haben!

  • Aussicht vom WegAussicht vom Weg
  • Einfacher Weg bergabEinfacher Weg bergab
  • Albsteigportal in Feldberg HebelhofAlbsteigportal in Feldberg Hebelhof
  • Abstieg mit Panorama AussichtAbstieg mit Panorama Aussicht

Die Bushaltestelle ist nicht weit entfernt, und wir entscheiden uns, die zwei Stationen bis zum Caritas-Haus mit dem Bus zu fahren, anstatt weitere zwei bis drei Kilometer zu Fuß zu gehen. Unsere Beine sind müde, und wir haben schmerzhaften Muskelkater. Der Albsteig war trotz guter allgemeiner Fitness für uns herausfordernd, insbesondere, da wir uns vollständig selbst versorgt haben, also dementsprechend viel Gepäck tragen mussten. Wir würden empfehlen, den Albsteig in mehr als drei Etappen anzugehen, damit man sich mehr Zeit für Pausen und zum Genießen lassen kann. Besonders für die erste Etappe sollte man sich nach der Anfahrt mit dem Auto und anschließender Busfahrt zum Startpunkt des Albsteigs nicht zu viel Strecke vornehmen.

Uns hat der Albsteig im Hochschwarzwald sehr gut gefallen, vor allem unsere ersten beiden Etappen waren sehr abwechslungsreich und hatten tolle Naturschauspiele zu bieten. Die dritte Etappe empfanden wir bis Bernau eher als etwas eintönig.